Seit meiner Kindheit habe ich davon geträumt, im Radsport groß rauszukommen. Ich war fasziniert von der Tour de France und anderen Grand Tours und habe das dänische Team Saxo-Bank angefeuert, inspiriert von Fabian Cancellara.

Erst als einer meiner Schulfreunde mich in den örtlichen Radsportverein eingeführt hat, habe ich es als Sport entdeckt. Freundschaft war ein wichtiger Grund, weshalb ich mich ins Radfahren verliebt habe. Eine Leidenschaft teilen und etwas gemeinsam machen. Es hat nicht lange gedauert, bis ich dem Radfahren den Vorrang vor dem Fussball gegeben habe. Mein erstes richtiges Fahrrad war ein Cervélo, das ich in meinem allerersten Rennen im Alter von 14 zum Sieg gefahren habe.

Meine Hoffnungen, ein Profi zu werden, wurden immer realistischer, je weiter ich mich durch die Ränge vorkämpfte. Ich habe wirklich angefangen, dem Traum nachzujagen und daran zu glauben, dass es möglich ist. Als Junior bin ich international Rennen gefahren und habe dabei einige wichtige Siege errungen, wie meinen Erfolg bei der Track World Championships mit einer Goldmedaille im Omnium. Dann habe ich einige Jahre auf U23-Ebene verbracht. In dieser Zeit habe ich mein erstes Profi-Rennen absolviert, die Dänemark-Rundfahrt. Es war eine augenöffnende Erfahrung. Was mich an dieser ganz neuen Form des Rennens am meisten beeindruckt hat, war die Gelassenheit der Profi-Fahrer – die natürlich mit jahrelanger Erfahrung kommt. Es war irre, ein Peloton mit ihnen zu bilden. Es ist schon komisch, dass dies damals eine überwältigende Erfahrung war und heute ein fester Bestandteil des Jobs ist. Aber das herausragende Ergebnis, das mir viele Türen im Hinblick auf einen Profivertrag eröffnet hat, war ein Sieg bei der Europameisterschaft in 2017.

Was zukünftige Siege angeht, so habe ich immer davon geträumt, Paris-Roubaix zu gewinnen, auch wegen meines zweiten Platzes in der Juniorenrunde, der mir einen echten Geschmack fürs Kopfsteinpflaster gegeben hat.