WILD HOLT SILBER BEI ITU WELTMEISTERSCHAFTEN

Ruedi Wild bezeichnete seine Silbermedaille über die Lang-Distanz bei den Triathlon-Weltmeisterschaften der ITU als „einen der größten Erfolge meiner Triathlon-Karriere und eine meiner besten Leistungen“.
07/17/2018
Wild ITU

Kann man von einem Sportler mehr verlangen als sein Bestes zu geben? Diese Frage resümiert Wilds inspirierende Leistung am Sonntag auf der dänischen Insel Fünen.

Nach dem er im Wasser über zwei Minuten auf den späteren Sieger, den Spanier Pablo Dapena Gonzalez, verloren hatte, ließ Wild keine Sekunde verstreichen, um auf seinem Cervélo P5X die Lücke zu schließen.

Der Schweizer schloss sich bald einer Führungsgruppe von sechs Fahrern an und brauste dank eines mitreißenden Kraftakts auf den letzten 40 Kilometern an die Spitze. „Von da an gab es kein Zurück“, sagte Ruedi. „Es hieß: alles oder nichts, voll in die Pedalen treten, mit dem Wissen, dass die Ziellinie drei Stunden entfernt ist.“

Seine 30-sekündige Führung bei T2 konnte er auf der 30 Kilometer langen Laufstrecke nicht beibehalten und wurde etwa an der 5 Kilometer-Marke wieder von Gonzalez überholt. Unterdessen holten auch drei weitere Läufer Ruedi ein. „Ich hätte mich am liebsten einfach hingelegt“, erinnerte er sich, „aber das sind die Augenblicke, in denen sich die Spreu vom Weizen trennt. Also entschied ich mich dafür weiterzumachen und die Konsequenzen zu tragen“.

Statt nachzulassen machte Ruedi weiter Druck auf Gonzalez und hielt sich den angreifenden Marko Albert von der Brust, wobei ersterer mit einer Zeit von 5:22:13 weniger als drei Minuten nach dem Sieger eintraf.

„Ich hätte natürlich gerne ganz oben auf dem Weltmeisterschafts-Treppchen gestanden. Aber ich habe alles gegeben, was in mir steckte“, sagte Ruedi nach dem Rennen. Je größer die Hürden, die man während des Wettbewerbs bewältigt, desto größer ist die anschließende Befriedigung.