Die schweizer Cervélo-Athletin hat in dieser Saison bereits eine ganze Reihe von beeindruckenden Ironmann 70,3 Resultaten gewonnen. Seit Mai war sie bereits vier Mal auf dem Podium und weitere Siege folgten an Ausraliens Sunshine Coast im August und in Shanghai im Oktober.

Hier berichtet die Heldin mit dem neuen Spitznamen „Supermom” ihre Rückkehr in 2018, die Rückkehr zum Irnoman der vollen Streckke und ihre Freude über die ersten Schritte ihres Sohnes:

F; Warum kehren Sie zum vollen Ironman in Western Australien zurück?

A: Busselton ist ein Rennen, das ich schon immer mitmachen wollte, doch war es für uns in dem Jahr zu spät. Die Saison beginnt dieses Jahr ziemlich spät und deshalb ist Busselton für mich die ideale Gelegenheit zum vollständigen Ironman zurückzukehren. Außerdem wollte ich gern sehen, wie schnell ich fahren kann.

F; Wann wussten Sie, dass Sie in der Lage waren, den vollen Ironman zu fahren?

A: Mein Trainer und ich hatten uns entschieden einen kleinen Test in China zu fahren. Wir wollten herausfinden, wie das Back-to-Back Rennen und mein Körper das aushalten würden. Ich war mir über meine Fitness nicht ganz sicher, doch konnte ich zwei Ironman über 70,3 Entfernungen in einer Woche gewinnen, wobei das zweite Rennen schwieriger als das erste war. Wir dachten uns, dass dies eigentliche gute Anzeichen für meine Leistungsfähigkeit waren.

F: Was ist jetzt bei Ihrem Training für die gesamte Entfernung neu?

A: Es ist ganz anders! Wir versuchen die Routine meines 70,3 Programms aufrecht zu erhalten, aber die meisten Trainingszeiten sind jetzt länger und wir vermeiden einige der ganz schnellen Fahrten. Das Laufvolumen wurde ganz beträchtlich erhöht. Jede Woche gibt es mehr als eine lange Fahrt und das Schwimmen braucht jetzt mehr Kraft.

Xena

F: Was sind wohl die Hauptelemente für Ihren Erfolg an diesem Wochenende?

A: Anpassen ... anpassen ... anpassen. Nach drei Jahren, in denen ich nur 70,3 Rennen gefahren bin, glaube ich, dass ich etwas langsamer fahren und mehr Geduld haben sollte.

F: Was war in der 2018 Saison am besten?

A: Xanders erste Schritte gerade an diesem Samstag. Ich hatte solche Angst gehabt es zu verpassen während ich im Pool trainierte oder beim Laufen war. Es sieht aber so aus als ob er seine Mama gut genug kennt, um es für den Samstag Abend aufzuheben. Oh und natürlich mein erster Sieg nach meiner Rückkehr. Ich liebe es einfach zu gewinnen. Ich glaube das liegt in meiner Natur.

F: Was war in der 2018 Saison die größte Herausforderung?

A: Raus zu gehen und wieder fit zu werden. Um die vollständige Fitness nach der Geburt wieder zu erlangen war eine der größten Herausforderungen meines Lebens. Ich musste 25 kg abnehmen, um die Rennform wieder zu erreichen. Es gab da einen Zeitpunkt an dem ich dachte, dass ich auf keinem hohen Niveau mehr Rennen fahren würde - ich war einfach glücklich den ganzen Tag zu Hause mit Xander zu verbringen. Ich musste erst lernen loszulassen und den Kleinen mit anderen zu teilen.

F: Wie gelang Ihnen der Übergang?

A: Jeden Tag gab es immer einen Plan und darauf folgte die Wirklichkeit. Ich versuche zu trainieren, wenn Xander schläft, sodass wir zusammen spielen können, wenn ich nach Hause komme. Er ist jetzt in so einem gewissen Alter in dem die Routine von Schlafen- und Essenszeiten wichtig sind. Ich stille ihn noch und das ist natürlich auch etwas, was ich in Betracht ziehen muss. Den größten Teil meines Trainings mache ich jetzt im Haus und dadurch spare ich sehr viel Zeit, darüber hinaus ist es auch noch effizienter. Keine Make-up Kilometer mehr, keine Coffeshops ... Ich nehme mir die Zeit nach meinem Training um mit Xander auf den Spielplatz zu gehen. Ich bin jetzt eine Mutter, das Leben ist anders aber verdammt großartig!

F: Was passiert in der nächsten Saison? Wie wird die Zukunft aussehen, was das Rennen anbetrifft?

A: Ich möchte lieber bis nach Busselton warten, bevor ich Pläne mache. Mit dem Kleinen ist es recht schwierig langfristigere Pläne zu machen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich einen vollständigen oder 70,3 Ironman fahren werde, aber auf jeden Fall wird es viele Rennen geben.

 

Fotos von Witsup.com