Meine früheste Radfahr-Erfahrung war im Urlaub mit meinen Eltern. Wir sind oft in Frankreich aufs Land gefahren und haben dann einen Tagalong durch die Berge gemacht, aber ich bin kaum in die Pedale getreten, bis ich im Alter von acht Jahren mein eigenes Fahrrad bekam. Im Alter von 13, als ich mein erstes Rennrad bekam, habe ich angefangen, Rennen zu fahren. Mein erster Sieg kam ein paar Jahre später als Junior im Omloop van de Alblasserwaard, eine Erinnerung, die ich wirklich hoch schätze, weil es ganz nahe an meiner Heimat war. Am Anfang habe ich mich vor allem auf Straßenrennen konzentriert, aber ich hatte das Glück, mir für einige Zeitfahrten ein Cervélo leihen zu können und entdeckte eine Vorliebe für diese Disziplin.

Zu diesem Zeitpunkt meiner Jugendkarriere wusste ich noch nicht mal von der Entwicklungsphase im Radsport, bis mein Trainer mich in meinem zweiten Juniorenjahr dazu ermutigte, zu versuchen, mir einen Platz im Rabobank Development Team zu verdienen. An diesem Punkt dachte ich: „Das wird richtig ernst, vielleicht könnte ich Profi werden.“

Während meiner Zeit dort machte ich stetige Fortschritte. Mein erstes Profi-Rennen war die Ster ZLM Tour. Es war eine ganz andere Erfahrung als das Amateurpeloton. Das Tempo war wirklich hoch. Ich habe zurückgeschaut in der Erwartung, hinter mir ein geschrumpftes Peloton zu sehen, und es waren immer noch über 100 Mann übrig!

Dem Team Sunweb bin ich als Trainee beigetreten, damals in 2016. Trotz einiger guter Leistungen gab es für mich im folgenden Jahr leider keinen Platz im Team. Ich fuhr dann für Roompot, aber das Team Sunweb hat mich im Auge behalten. Ich glaube, es war bei der Tour de Suisse, wo ich wirklich einen guten Eindruck auf meine zukünftigen Arbeitgeber gemacht habe, als ich auf den Anstiegen mit den Besten mithalten konnte, und schliesslich machte ich den Schritt von der Pro-Continental- zur World Tour in 2018. Seitdem geht es immer weiter aufwärts.

In Zukunft würde ich gerne das Il Lombardia gewinnen. In der U23-Version bin ich auf dem Podium gelandet und würde das wirklich gerne bei den Profis machen. Es ist eine wunderschöne Gegend und ein sehr renommiertes Rennen.